Chronik des Spielmannszug Borken 1886

Chronik des Spielmannszug Borken 1886

Leider befinden sich keine alten Aufzeichnungen von den Anfängen in den Händen des Vereins, wenn es diese jemals gab. Daher lassen sich die Geschehnisse der Anfänge des Vereines nur anhand von mündlicher Überlieferung bzw. Fotos nachverfolgen. Sicher aber ist, dass im Jahr 1886 Heinrich Kremer aus Spielleuten des Kyffhäuserbundes den Spielmannszug Borken gegründet hat.

1926 zählten 5 Spielleute zum Verein. Auch der Krieg brachte die Flöten und Trommel nicht zum Schweigen. Nach dem Krieg wurde aus dem Kriegerverein wieder der Spielmannszug Borken, in dem ausschließlich Männer spielten.

Die Einkleidung in der Nachkriegszeit war wegen den finanziellen Engpässen sehr schwierig, so wurden ausgediente Polizeijacken aufgekauft und in Eigenarbeit von Müttern und Schwestern umgearbeitet.

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Im Jahre 1950 fand erstmals wieder das Borkener St. Johanni Bürgerschützenfest statt, wo der Spielmannszug selbstverständlich auch spielte.
In den Jahren nach der Regentschaft vom Tambourmajor Heinrich Kremer folgten Johann Albersmann, Heinrich van Geldern und Werner van Geldern . Geprobt wurden in eigenen Privaträumen; Noten kannte man damals noch nicht. Deshalb zeichnete man die Flötengriffe auf.
1962 wurden erstmals Jugendliche und Frauen in den Verein aufgenommen. Gleichzeitig führte man das Spielen nach Noten ein. Gespielt wurde nicht nur auf Schützenfesten, sondern auch auf Nikolaus- und Karnevalsumzügen und diverse „Ständchen“ standen auf dem Spielplan.

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1982 konnte sich der Verein die ersten maßgeschneiderten Uniformen anschaffen, woran sich die Geschäftsleute von Borken durch Spenden beteiligten. Spiele wie Freundschaftstreffen, Wettstreite und Nachbarfeste sind hinzugekommen.
1986 feierte der Spielmannszug Borken sein 100-jähriges Bestehen. Ein Freundschaftstreffen läutete das Fest ein, woran sich verschiedene Vereine aus dem Umkreis beteiligten. Der Zugführer Albert Beckmann konnte zu diesem Zeitpunkt 25 Jahre auf sein Amt zurückschauen. Auch wurde erstmals eine Vereinsfahrt zur Borkener Partnerstadt Whitstable/England durchgeführt. Die Spielleute nahmen dort am Karnevalsumzug teil.

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Ab 1990 unterstützten erstmals passive Mitglieder unseren Verein. Sie beteiligten sich nicht nur finanziell, sondern helfen seitdem tatkräftig bei Veranstaltungen mit.
1992 besuchte der Spielmannszug Borken auch die Partnerstadt Grabow in Mecklenburg-Vorpommern. Dort spielte man beim großen Stadtfest mit.
1994 übernahm Jürgen Bischop den Verein und führte ihn bis 2007 als 1. Vorsitzender und 1. Tambourmajor. Ab 2007 bis heute führt er den Verein als 1. Vorsitzender. Den 1. Tambourmajor gab er an seine Nachfolgerin, Monika Nienhaus, ab.
Die Jugendarbeit wurde in dieser Zeit groß geschrieben und intensiviert. Die Ausbildung der „Neuen“ übernahmen eigene Spielleute und Vereinskameraden aus befreundeten Spielmannszügen.   Mit Sommerfesten konnten nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene für den Verein gewonnen werden. In diesem Jahr wurde auch ein Vereinsmaskottchen eingeführt. Um eine engere Verbindung mit dem Verein zu bekommen, wurden Ausflüge und Zeltwochenenden durchgeführt, die auch bis heute noch regelmäßig stattfinden.
1997 konnte der Verein auf sein 111- jähriges Bestehen zurückblicken. Auch dieses Jubiläum wurde mit bekannten Musikzügen und ehemaligen Mitglieder groß im Vereinslokal „Haus Fliederbusch“ gefeiert.

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1999 führte der Spielmannszug Borken sein eigenes „Vereins-Schützenfest“ ein, welches bei allen Mitgliedern, Freunden und Bekannten so gut ankam, das es seitdem jedes Jahr stattfindet.
2004 wurde den Mitgliedern Albert Beckmann und Kurt Schwenzfeier für ihre lange und erfolgreiche Arbeit im Spielmannszug Borken gedankt und sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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2007 wurde dann erstmals eine Frau als Tambourmajorin gewählt. Monika Nienhaus übernahm von Jürgen Bischop das Amt und führte es gewissenhaft aus.
Im Jahr 2011 feierte der Verein sein 125-jähriges Jubiläum. Das nahmen die Mitglieder zum Anlass, eine Vereinsfahrt in die Borkener Partnerstadt Bolkow in Polen zu machen. Dort vereinnahmte man die Spielleute für die anstehenden Ritterspiele auf der Burg.

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Im Jahr 2015 übernahm dann die Jugendliche Flötistin Ramona Höing mit nur 17 Jahren das Zepter der Tambourmajorin.                                    Erstmals in der Vereinsgeschichte gaben die Spielleute ihr 1. Konzert im Jugendhaus Borken. Unter der Leitung von Hermann Lorscheid lauschte das Publikum und alle waren sehr begeistert und verwundert über die erbrachte Leistung.

2017 gab der Verein in der Schönstatt Au ein nachweihnachtliches Konzert. In Zusammenarbeit mit den Schönstattschwestern konnte eine schöne Spende an das Projekt „Save Familie“ übergeben werden.                                                                                                                                                                                                                                                                                    

Nach 23 Jahren als Vorsitzender des Vereins, gab Jürgen Bischop  dieses Amt an Birgit Klostermann 2017 ab.


Wir hoffen, Sie haben einen kleinen Einblick auf viele Jahre Spielmannszug-Geschichte erhalten. Wir würden uns freuen, wenn wir in irgendeiner Weise wieder von Ihnen hören bzw. wir sie bei Auftritten sehen dürfen.
Wollen Sie evtl. auch bei uns mitmachen oder unseren Verein unterstützen? Wir würden uns sehr darüber freuen. Dann wenden Sie sich doch gerne an uns.
Wir freuen uns ebenfalls über Spielanfragen, wie z.B. zum „Tag der offenen Tür“, Geschäftseröffnungen, Geburtstagen oder Jubiläen.

 

Mit einem freundschaftlichen Gruß und ein „Gut Spiel
Ihr Spielmannszug Borken 1886 e.V.